Das Bundesamt
für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat das IT-Grundschutz-Kompendium
2020 gerade veröffentlicht. Dieses Kompendium beschreibt auf 880 Seiten die
IT-Grundschutz-Bausteine.
„Im Fokus des
IT-Grundschutz-Kompendiums stehen die sogenannten IT-Grundschutz-Bausteine. In
diesen Texten wird jeweils ein Thema zu allen relevanten Sicherheitsaspekten
beleuchtet. Im ersten Teil der IT-Grundschutz-Bausteine werden mögliche
Gefährdungen erläutert, im Anschluss wichtige Sicherheitsanforderungen. Die
IT-Grundschutz-Bausteine sind in zehn unterschiedliche Schichten aufgeteilt und
reichen thematisch von Anwendungen (APP) über Industrielle IT (IND) bis hin zu
Sicherheitsmanagement (ISMS).“
Die Struktur
des Kompendiums ist in einer Mindmap
sehr gut graphisch dargestellt.
Das
Kompendium 2020 beinhaltet auch ein neuer Baustein - CON.8
Software-Entwicklung. Die Zielsetzung dieses Bausteines wird von BSI so
definiert:
„...die Software-Entwicklung
nimmt eine zentrale Rolle (in einer Institution) ein, indem aus den
Anforderungen der Institution ein Programm-Code entwickelt bzw. angepasst wird.
Hierbei ist es von essentieller Bedeutung, dass die Informationssicherheit über
den gesamten Software-Entwicklungsprozess hinweg berücksichtigt wird, da nur
auf diese Weise die Informationssicherheit der zu entwickelnden Software-Lösung
und im Rahmen des Entwicklungsprojektes selbst gewährleistet werden kann.“
Der Baustein
Software-Entwicklung beschreibt nur sehr allgemein sichere Rahmenbedingungen
für sichere Software-Entwicklung. Der Gefährdungskatalog beschreibt die
gängigen Gefahren in der Software-Entwicklung und die definierten Anforderungen
helfen den Leiter der Software-Entwicklung alle notwendigen Regeln und
Maßnahmen für sichere Entwicklung zu implementieren.
„Der Baustein stellt keine
vollständige Anleitung oder generelle Vorgehensweise für die Entwicklung von
Software dar, sondern er konzentriert sich auf die relevanten Aspekte der
Informationssicherheit bei der Software-Entwicklung. Mit diesem Baustein wird
der Baustein CON.5 Entwicklung und
Einsatz von Individualsoftware um
konkrete Aspekte zur Eigenentwicklung von Software erweitert. „
Es ist also
ein typischer Management-Ansatz, welcher in der betrieblichen Praxis mit davon
abgeleiteten technischen und organisatorischen Maßnahmen ergänzt werden muss.
Die Liste der Anforderungen aus dem Baustein kann dabei als eine Checkliste
dienen, um die Vollständigkeit der Umsetzung zu überprüfen.
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