Bad Guys hinter den Ransomware-Angriffen haben gerade eine neue Methode
entdeckt, wie sie angegriffenen Unternehmen zur Zahlung eines Lösegeldes
zwingen können.
Offensichtlich zahlen viele Opfer des Ransomware-Angriffs das verlangte
Lösegeld nicht. Solche Unternehmen haben eine Sicherung der Daten und
versuchen, alle Daten wiederherzustellen, statt zu zahlen. Um das
"Zahlungsmoral" der Opfer zu steigern, drohen Bad Guys jetzt mit
Veröffentlichung der gestohlenen Daten. Die Gruppe hinter Maze Ransomware hat
sogar eine Website dafür eingerichtet. Dort werden Namen der angegriffenen Unternehmen und auch gestohlene Daten exemplarisch publiziert.
Diese Methode stellt die Opfer der Ransom-Attacken vor neue
Herausforderungen. Erstens, viele Unternehmen haben den Angriff verschwiegen.
Andere Unternehmen haben zwar zugeben, angegriffen zu sein. Sie haben aber
behauptet, dass trotz der Verschlüsselung der Daten durch Ransomware keine
internen Daten gestohlen und kompromittiert wurden. Diese Behauptung war zwar
nie besonders glaubwürdig. Eine Ransomware, welche unentdeckt in das interne
Netzwerk eines Unternehmens eindringt, hat sicherlich auch die Möglichkeit
zumindest einen Teil der Daten vor der Verschlüsselung zu stehlen. Es ist auch
fraglich, ob angegriffene Unternehmen überhaupt fähig sind, festzustellen, ob
und welche Daten gestohlenen worden sind. Die meisten Unternehmen haben nicht
genug Log-Daten und Auswertungsmöglichkeiten, um solche Aussage fundiert zu
machen. Es fehlte aber bis vor kurzem ein greifbarer Beweis, dass bei
Ransomware-Angriffen auch Daten gestohlen werden. Die Veröffentlichung der gestohlenen
Daten durch Maze Ransomware schafft hier Klarheit.
Da es sich bei vielen gestohlenen Daten um personenbezogene Daten
handelt, müssten die betroffenen Unternehmen solche Vorfälle immer an die
zuständige Datenschutzbehörde (nicht nur innerhalb der EU) melden. Was viele angegriffenen Unternehmen bis
vor kurzem nicht gemacht haben. Das kann hohe Strafen für Missachtung der DSGVO
nach sich ziehen.
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