Wenn wir uns für Datenschutz entscheiden und die Nutzung von MS 365 verbieten, müssen wir akzeptieren, dass dann europäische Unternehmen mit dramatisch veralteten Methoden arbeiten werden müssen. Jeder, der behauptet man soll sofort ein alternatives Produkt einsetzen, das der
Datenschutz-Grundverordnung entspreche, hat keine Ahnung. Es gibt ja zurzeit kein alternatives europäisches Produkt (weder kommerzielles noch Open Source) dass nur annähend den Funktionsumfang von modernen Kollaboration-Tools wie MS Teams oder Slack anbieten kann. Der Vorsprung der amerikanischen Anbieter
beträgt in diesem Umfeld mindestens 5 Jahre und ist nicht mehr einholbar.
Die Entscheidung für Datenschutz wird also katastrophale Folgen für die Produktivität der europäischen Unternehmen haben.
Wenn wir uns für den Fortschritt entscheiden und die Nutzung von MS 365 zulassen, müssen wir dann das minimale Risiko akzeptieren, nämlich dass die amerikanische Behörde auf die dort gespeicherten personenbezogenen Daten zugreifen kann. Dieses Risiko ist aber verschwindend gering im Vergleich zu dem Risiko eines Cyberangriffs. Das wirklich reale Risiko, mit dem wir uns also befassen sollen, stellen die immer häufigere Cyberangriffe dar, bei denen untern anderen auch große Mengen der personenbezogenen Daten regelmäßig entwendet werden. Die täglichen Berichte über solche Cyberangriffe zeigen, wie schlecht viele Unternehmen darauf vorbereitet sind.
https://www.heise.de/news/Datenschutzbeauftragter-Behoerden-sollten-unverzueglich-auf-Microsoft-verzichten-5990886.html?wt_mc=rss.red.ho.ho.rdf.beitrag.beitrag
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